FAQ Zinnoberschule

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Häufig gestellte Fragen zu den Seminaren findest Du hier
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Was ist das Besondere an den Angeboten und Seminaren in der Zinnoberschule?

Für unsere Seminare haben wir das Wissen und die Übungen aus den verschiedensten Ausbildungsrichtungen zusammengetragen. Wir haben Unwesentliches ausgefiltert und wichtige neue Elemente in die Seminare eingearbeitet. Die aktuellsten Ergebnisse der Beziehungs- und Trauma-Arbeit wurden mit unseren Erfahrungen ergänzt und neu zusammengestellt. Das Ergebnis sind Seminare mit einer klaren Struktur, mit der Beschränkung auf das Wesentliche und praxiserprobte Übungen, die einem auch im Alltag wirklich weiterhelfen.

Welche Ziele haben die Seminare?

Alle Seminare haben das Ziel, mehr Bewusstheit in Dein Leben zu bringen.
Meist bestimmen Deine Ängste Dein Handeln. Die Ängste beruhen auf alten Verletzungen aus Deiner Kindheit. Wir wollen die Co-Abhängigkeit und die alten Verhaltensmuster sichtbar machen und verstehen. In vielen alltagsnahen Übungen werden wir Dir Wissen und bewährte Werkzeuge für den großen Workshop, «Deinem Leben» mit auf den Weg geben, damit Du Dich Schritt für Schritt aus diesen Mechanismen befreien kannst.

Welche Menschen kommen zu euren Seminaren?

Es sind Menschen, die auf der Suche sind. Sie wollen mehr über sich erfahren, wollen noch lebendiger werden, wenden den Blick nach Innen, um sich Selbst besser zu verstehen. Manchmal stehen sie auch an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt und möchten sich von Hemmungen und Ängsten befreien. Andere sind auf dem Weg das Leben bewusster zu leben und holen sich in den Seminaren Anregungen und Orientierung für den eigenen Lebensweg. Viele suchen die persönliche Weiterentwicklung, um beziehungsfähiger zu werden, sehnen sich nach einer erfüllenden Partnerschaft und mehr Spiritualität in ihrem Leben

Wie groß sind die Gruppen in den Seminaren?

Die Teilnehmerzahl in den Seminaren und Workshops variiert von 16-40 Teilnehmern (je nach Art des Seminars). Es sind alle Altersgruppen ab 18 Jahren vertreten, wobei die meisten Teilnehmer zwischen 30 und 55 Jahre alt sind. Wir freuen uns über jüngere und ältere Teilnehmer. Die Übungen in den Seminaren finden Einzeln, in Zweier-, Dreier- und Vierer-Gruppen statt.

Ist das Verhältnis zwischen Frauen und Männern ausgewogen?

Fast alle Seminare sind offen für Frauen, Männer und Paare (Ausnahme „Paar-Seminare“). Wir achten auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern. Mit unseren Assistentinnen und Assistenten versuchen wir ein ausgeglichenes Verhältnis sicherzustellen. Eine Garantie können wir jedoch nicht geben. Sind die Anmeldezahlen für Frauen und Männer sehr unterschiedlich, kann es manchmal zu Wartelisten für Frauen oder Männer kommen.

Brauche ich einen Partner, um bei einem Seminar teilzunehmen?

Nein! Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass Du nur mit einem Partner ein Tantra-, Selbsterfahrungs- oder Beziehungs-Seminar besuchen kannst. Die meisten Kurse werden zu einem großen Teil von Singles besucht (sogar die Beziehungsseminare). Fast alle Seminare sind offen für Frauen, Männer und Paare (Ausnahme „Paar-Seminare“). Alle Übungen in den Seminaren sind so aufgebaut, dass Du Selbst bestimmst, wie weit Du Dich auf andere Gruppenteilnehmer einlassen möchtest. In jeder Übung wird der Übungsaufbau erklärt und die Essenz der Übung vermittelt. Danach werden sehr sorgfältig und achtsam die Grenzen der Gebenden und des Empfangenden besprochen. Dieser Raum des “Grenzen-Spürens und Mitteilens” ist für uns ganz wichtig und wir achten sehr darauf, dass jeder Teilnehmer seine Grenzen spürt und mitteil

Soll ich alleine oder mit meinen Partner die Seminare besuchen?

Wenn Du in einer Partnerschaft lebst, kann es sehr schön sein, zusammen mit Deinem Partner ein Seminar zu besuchen, gemeinsam die tantrischen Übungen und Vorträge für das Beziehungswachstum zu erleben. Wir geben vor jeder Übung eine Empfehlung für Paare, ob sie die Übung gemeinsam oder getrennt machen sollten. Der Schutzraum für Paare ist uns sehr wichtig, und Paare können diesen Schutzraum gerne in Anspruch nehmen. Die Paare entscheiden selbst, ob sie die Übungen mit dem eigenen Partner oder einem anderen Teilnehmer machen wollen. Probleme ergeben sich meist dann, wenn die Partner eine unterschiedliche Einstellung im Umgang mit anderen Teilnehmern haben. Sehr oft basieren Ängste und Eifersucht auf alten Verletzungen in der Kindheit (Verlustängsten) und auf einem mangelnden Austausch untereinander. Wir unterstützen den Prozess und den Austausch der Partner über diese Themen.
Manchmal entscheiden sich Paare bewusst jeweils alleine das Seminar zu besuchen, um sich nicht in der eigenen Entwicklung und den Übungen einzuschränken oder zu behindern. Die Übungen sind so achtsam aufgebaut, dass Paare die Seminare auch einzeln besuchen können

Was kann ich tun, wenn ich keinen sympathischen Partner für eine Übung finde?

In den Seminaren ist es nicht immer möglich, die Übungen mit dem gewünschten, attraktiven Teilnehmer zu machen. Die Übungen dienen in erster Linie Deiner Selbsterfahrung und persönlichem Wachstum. Oft machen Teilnehmer die Erfahrung, dass sie von dem Teilnehmer am meisten lernen können, vor dem sie die meisten Berührungsängste hatten. Wir laden jeden Teilnehmer immer wieder ein, sich auf neue Begegnungen einzulassen, auch wenn dies eine große Herausforderung sein mag. Die anderen Teilnehmer sind meist ein Spiegel, um Dinge bei sich selbst besser betrachten zu können. Du wirst mehr und mehr darauf vertrauen, dass Dein Übungspartner genau der “Richtige” für Deine Lernaufgabe ist.
Selbstverständlich kannst Du auch wählen, diese bestimmte Übung nicht mit einer bestimmten Person zu machen. Wir werden dies bei den Übungsgruppen dann berücksichtigen.

Wie kann ich meine Grenzen erkennen und setzen?

Oft sind sich die Teilnehmer ihrer eigenen Grenzen nicht bewusst oder verwechseln sie mit alten Verboten aus der Kindheit, die sie gerne überwinden möchten. In allen Übungen kannst Du lernen, Deine eigene Wahrheit zu spüren und Deine Grenzen mitzuteilen. Es geht auch nicht darum in jedem Falle die eigene Wahrheit zu kennen und die “richtige Grenze” zu setzen. Manchmal lernst Du Deine Grenze erst kennen, in dem Du eine Grenzüberschreitung wahrnimmst. Aus solchen “Fehlern” kannst Du lernen Deine Grenzen neu zu setzen oder rechtzeitig mitzuteilen, und sie sind Teil des Lernprozesses. Zur eigenen Wahrheit zu stehen und dies auch vor der Gruppe zu vertreten, kann eine besondere und befriedigende Herausforderung sein. Wir werden Dich ausdrücklich unterstützen, Deiner Wahrheit und Deiner Energie zu vertrauen, sie mitzuteilen und zu lebe

Geht man nicht durch den Gruppenzwang häufig über seine Grenzen?

In vielen Übungen lernst Du Deine Grenzen zu spüren und sie mitzuteilen. Vor jeder Übung geben wir viel Raum zum Spüren und Mitteilen der eigenen Grenzen. Diese Grenzen können sich auch innerhalb einer Übung verändern (erweitern oder einschränken), und dies kann jederzeit mitgeteilt werden. In manchen sensiblen Übungen werden wir kurz innehalten und Dich auffordern, Deine Grenzen neu zu spüren und mitzuteilen.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für die Seminare?

Vorerfahrungen mit Selbsterfahrungsarbeit, Tantra, Meditation, Körperarbeit oder Therapie sind von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung für die Teilnahme.
Psychiatrische Erkrankungen schließen meist eine Teilnahme aus. (Bitte vorher nachfragen)

Warum sollte man im Seminarzentrum übernachten?

Es ist sehr wichtig innerhalb eines Seminars nicht aus dem Prozess zu gehen, indem man nach Hause fährt. Man sollte in der Energie des Seminars bleiben und dazu gehören gemeinsames Essen und Übernachtung. Außerdem gehen die Seminare oft bis 22:00-23:00 Uhr und fangen um 8:00 Uhr an.

Was mache ich, wenn mich bestimmte Übungen überfordern?

Die Teilnahme an einer Übung ist immer eine Einladung an Dich, Dich kennenzulernen und zu erforschen. Wir oder andere Seminarteilnehmer werden keinen Druck ausüben, um Dich zur Teilnahme an einer Übung zu bewegen. Wenn Dir eine Übung im Moment zu viel ist, kannst Du die Übung auslassen. Du kannst die Übung von aussen betrachten und Dir Deine Ängste bewusst machen. In dieser Übung lernst Du eben Deine Ängste und Widerstände kennen. Der achtsame Umgang mit Deinen Grenzen ist ein wesentlicher Pfeiler unser Seminarkonzeptes.

Muss ich mich in den Seminaren ausziehen?

Das Thema Nacktheit ist für viele Seminarteilnehmer von besonderer Bedeutung. Wir tragen dem Rechnung, indem wir besonders achtsam damit umgehen. In manchen Seminaren laden wir Dich in einigen Übungen ein, Kleidung abzulegen. Dies ist immer eine Einladung und nie Pflicht. Wie weit Du Dich in jeder einzelnen Übung zeigen möchtest, bleibt immer Dir überlassen. Wir schaffen einen sehr achtsamen Raum für jede Übung, so dass es Dir leichter fällt Dich zu zeigen. Die Angst vor Verletzungen steht oft der Sehnsucht nach Kontakt und Berührung entgegen. Wir bereiten daher Übungen mit Nacktheit behutsam vor, indem wir vorher mögliche Ängste und Verletzungen bewusst machen und aussprechen. Oft verändert sich dadurch die eigene Einstellung, unterstützt durch eine vertrauensvolle und achtsame Atmosphäre, die wir in unseren Seminaren schaffen.

Was ist Tantra?

Tantra ist ein Weg, das Leben bewusster zu leben, ganz im hier und jetzt zu leben und in jedem Augenblick des Lebens die eigene Wahrheit zu hören, ihr zu vertrauen und sie zu leben. Tantra ist keine Wissenschaft und keine Religion. Tantra ist ein spiritueller Weg der Erfahrung, ohne Dogmen und Glaubensbekenntnisse. Tantra ist „eine Erkenntnis über das Leben“ und „eine Art zu leben“. Tantra als „eine Art das Leben zu betrachten und zu leben“ wurde vor über 2000 Jahren von buddhistischen Mönchen in Tibet entwickelt und zeigt einen spirituellen Weg auf, Sexualität, Liebe und Bewusstsein in Einklang zu bringen.
Tantra sagt, dass Sexualität und Spiritualität “die beiden Seiten derselben Energie” sind. Tantra bejaht daher die sexuelle Energie, weil diese Energie für den inneren Transformationsprozess genutzt werden kann. Tantra bejaht unsere Lust und unsere Sexualität, ohne darauf zu fixiert zu sein. Tantra ist weit mehr. Tantra öffnet für Liebe und Bewusstsein.

Findet in den Gruppen die Vereinigung statt?

Die „Vereinigung“ wird in unseren Gruppen nicht praktiziert. In unseren Gruppen geht es in den Übungen vor allem um Berührungen und einen freieren Umgang mit Sexualität und um den Kontakt mit sich Selbst. Das Beachten der Grenzen des Gebenden und Empfangenden nimmt einen sehr wichtigen Platz ein. Wir möchten ausdrücklich betonen, daß wir in unseren Seminaren einen Schutzraum für einen achtsamen Umgang miteinander anbieten. Gerade bei manchen intimeren Übungen achten wir sehr auf das bewusst machen von Grenzen und auf den Raum für die Einhaltung der persönlichen Grenzen. Teilnehmer, die lediglich ein sexuelles Abenteuer erleben möchten, sollten bereits bei den Seminarbeschreibungen sehen, dass hier nicht der richtige Ort dafür ist.
Es gibt ein Seminar für Paare in dem wir die tantrische Erweiterung der Sexualität zeigen. Dort ist die Vereinigung in verschiedenen Übungen möglich, findet aber nur innerhalb des vertrauten Paares statt.

Wer oder was ist der Tantramassageverband ?

Tantramassage Verband e.V.

Der Tantramassage-Verband e.V. (TMV) wurde 2004 gegründet und besteht aus Masseurinnen, Masseuren, Massage-Praxen und Ausbildungsinstituten im deutschsprachigen Raum. Unsere Kernkompetenz ist die Tantramassage TMV®. Die Wortmarke „TMV®“, ist an die Einhaltung der TMV Qualitätsstandards gebunden.

2020-07 // Differenzierte Rechtslage zur Tantramassage
2020-07 // WDR-Beitrag „Mädelsabende“
2020-05 // Tantramassage – erlaubte Nähe in der Coronazeit
2019-11 // Mitgliederversammlung
2019-11 // Urteil in NRW – Sieg für die Tantramassage TMV®

Was ist die Tantramassage TMV®

Die Tantramassage TMV® ist ein umfangreiches Massage- und Verehrungsritual, bei dem der ganze Körper berührt und massiert wird. Sie sieht den Menschen in seiner Ganzheit und Natürlichkeit und geht somit weit über eine herkömmliche Massage-Behandlung hinaus.

Sie führt zu tiefer Entspannung und wirkt gleichzeitig sehr belebend und energetisierend. Sie lädt ein zum Genießen und Wohlfühlen, kann aber auch das Bedürfnis nach liebevoller und achtsamer Berührung stillen helfen.

Dabei wird der Intimbereich auf harmonische, natürliche und absichtslose Weise mit einbezogen, was einen völlig neuen Zugang zur eigenen Sinnlichkeit und Sexualität erschließen, dort neue, vorher nicht gekannte Erlebnisräume eröffnen und zur Integration der sexuellen Aspekte des Menschseins beitragen kann. In manchen Fällen kann die Tantramassage TMV® auch darin unterstützen, sexuelle Probleme und Blockierungen zu lösen.
Die Massage hat einen sinnvollen, in seinen Grundelementen feststehenden Aufbau, der je nach Anbieter variieren kann. Der Klient / die Klientin bestimmt nicht den Ablauf der Massage, kann aber einzelne Elemente vorab im Vorgespräch oder spontan während der Massage ausschließen.
Bei der Massage sind alle Beteiligten in weiten Teilen unbekleidet. Der Klient / die Klientin bleibt dabei durchgehend in der rein empfangenden Rolle und hat die Augen geschlossen.

Die Tantramassage TMV® beinhaltet keine weitergehenden sexuellen Praktiken, insbesondere keinen oralen, genitalen oder analen Geschlechtsverkehr. Die Erfüllung sexueller Wünsche ist nicht verhandelbar.

Die Tantramassage TMV® versteht sich als ein integrierender, pädagogischer, die Resilienz steigernder und gesundheitsfördernder Beitrag zu unserer modernen Kultur. Ihre Ziele sind ein Zugewinn an gutem Körpergefühl, Lebensfreude, Energie, Identität und Selbstakzeptanz.
Sie wird für Frauen, Männer und Paare angeboten.

Da das Ausüben der Tantramassage TMV® neben praktischen Fähigkeiten ein hohes Maß an persönlicher Reife und Reflektionsvermögen erfordert, legt der TMV sehr großen Wert auf eine fundierte Ausbildung aller Massierenden so wie sie in der Zinnoberschule unterrichtet wird.

Was sind die Hintergründe der Tantramassage

Tantra akzeptiert den Menschen in seiner Ganzheit. Es verwebt die scheinbaren Gegensätze von Gut und Böse, von so genanntem „Heiligem“ und „Sündhaftem“, von Spiritualität und Sexualität, von Körper und Geist.
Während in anderen Religionen Spiritualität und Eros als streng voneinander getrennt erscheinen, verweist uns Tantra auf unsere ursprüngliche Verbundenheit.

Viele Religionen sehen den Menschen als unvollkommen, sündig oder zumindest als Wesen, das sich anstrengen muss, Erleuchtung zu finden. Tantra dagegen sagt, der Mensch sei schon frei und vollkommen. Im Tantra geht es nicht darum, Erleuchtung mühsam zu erreichen, sondern die Vollkommenheit zu erkennen.

Zentral ist dabei der Augenblick, in dem etwas geschieht: Wo ein Moment ganz bewusst, wach, klar und mit allen Sinnen erlebt wird, ohne ihn aus der Perspektive von Vergangenem oder Zukünftigem zu bewerten. Der Moment, wo sich etwas zu einem Größeren erhebt, weil alle Anspannung, alles Urteil und „Meinung“ verschwunden ist.

Die Ursprünge von Tantra sind zweifellos in den frühgeschichtlichen matriarchalen Kulturen auszumachen. Alle matriarchalen Kulturen der Welt waren durchdrungen von einer Spiritualität, die die Sexualität als Lebens- und Schöpfungskraft feierte und dies in unzähligen Festen, Ritualen ebenso wie im Alltag zelebrierten. Der Tod war ebenso einbezogen in ein Weltbild, dessen Verbundenheit mit der Natur und dem Kosmos selbstverständlich und allgegenwärtig war. Dies gilt auch für die frühen Kulturen des Industals, die letztlich die Quellen aller tantrischen Traditionen sind.

Durch gewaltsame Überlagerung fremder Kulturen (Einfall der Arier) sind das Bramahnentum und daraus der Hinduismus entstanden. Die tantrischen Rituale und Lehren wurden vereinnahmt, ideologisch überformt oder verachtet und verboten. Es entstanden im Laufe der Jahrhunderte bis heute unzählige Ausprägungen und Sekten, die sich teilweise widersprechen oder gar bekämpfen.

Später verbanden sich auch Teile des Buddhismus mit tantrischen Überlieferungen. Mit den bereits hinduistisch, dann buddhistisch veränderten Lehren gelangte Tantra nach Tibet.

Im 19. Jahrhundert wurden durch Handelsreisende, Kolonialisten, Ethnologen und Missionare Fragmente von Tantra in den Westen gebracht, jedoch durch die christliche Brille meist gründlich missverstanden.
Erst der indische Mystiker Osho hat Tantra in den 80er Jahren für westliche Menschen verstehbar gemacht und eine große Breitenwirkung von Tantra erreicht. Auf seinen Einfluss gehen alle ernst zunehmenden –auch sich widersprechende- Tantraschulen des Westens zurück. Auch wir übernehmen im Wesentlichen seine Rezeption von Tantra.

Tantra ist weder eine Liebestechnik noch eine Ritualabfolge. Und es gibt weder eine allgemein gültige Lehrmeinung noch ein geistiges Oberhaupt, das die Definitionsmacht hätte. Wenn alle religiös und historisch überlagerten Ideologien abgestreift sind, geht es im Tantra um die Erkenntnis und die Erfahrung, dass Schöpfung und Zerstörung, männlich und weiblich, gut und böse, Sexualität und Gebet, Eros und Religion letztlich ein und dasselbe ist. In diesem Kern verfangen sich die Rückbindung und Herkunft des Tantra aus dem matriarchalen Urgrund.

Wer oder was ist die DGAM

In den letzten Jahren verändert sich die DGAM zu einem Dachverband für Heilkunst und Gesundheitskultur. Wir sehen unsere Aufgabe darin, unabhängig von einzelnen Methoden und unabhängig von berufsständischen Interessen die Grundlagen humanistischer Heil- und Gesundheitspraxis zu fördern.
 
Schwerpunkt unserer Arbeit ist, Qualifikations- und Weiterbildungsprofile für unterschiedliche Berufs- und Praxisfelder zu erarbeiten und in Form von Beratung und Netzwerken aktiv humanistische Praxis mit zu gestalten.

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