Go First !

Den Zugang zum eigenen Körper finden. Basics: Love Yourselve first!

Wir sprechen ja hier von Sexualität, und Sexualität meint mehr als Sex, es meint das „Standing“ . Als Mann bzw. als Frau im eigenen Körper, wie ist Dein Genital beheimatet in Dir, erlebest du dich nicht nur als Mensch sondern als sexuelle Frau/als sexueller Mann?  Wie steht es um das Wohlfühlen im eigenen Körper? Sich selbst zu spüren von Kopf bis Fuß ?

Spürst Du Dich denn, einfach so ohne Dich konkret zu berühren? Probiers mal aus, wo immer Du gerade sitzt oder stehst.

Die guten Dinge sind einfach!

Der Atem hilft Dir dich ins gegenwärtige Spüren deines Körpers einzulassen. also, nimm ein paar bewußte Atemzüge und begleite deinen Atem auf dem Weg in und aus deinem Körper. Du brauchst den Atem nicht zu verändern, nicht zu kontrollieren. es heißt ja Atembewußtsein nicht Atemkontrolle. Wie strömt Dein Atem? Ist er flach und in der Brust zu spüren? Strömt er tief in den Bauch? Kannst Du wahrnehmen wie er deinen Körper bewegt beim Einatmen und auströmen?

Warum ist das relevant? Siehs mal so, wer mehr atmet spürt mehr, oder anders gesagt, wer nicht spüren mag kann einfach den Atem anhalten oder  flacher atmen.

Das kennt wahrscheinlich jeder, wenn Du Dich entdeckst in einer stresssigen oder beängstigenden Situation atmest Du vielleicht flacher oder stoppst den Atem.
Wenn Du etwas neues ausprobieren möchtest tu mal was anderes, atme in dieser Situation. Dann ändert sich etwas. Lass Dich überraschen. Die Emotion ändert sich – Du kannst aus alten Mustern aussteigen, einfach dadurch das Du atmest wo Du bisher evtl. wenig geatmet hast. Dann bist du wieder da, hier und jetzt und fühlst. raus aus der Enge, das gibt Spielraum.

Ok, dann wandere mit deiner Ausmerksamkeit von oben nach unten durch Deinen Körper, lass Dir etwas Zeit. Spürst Du die Bereiche deines Körpers denn? Gibt es Bereiche die Du nicht in deiner bewußten Wahrnehmung hast?

In Seminaren oder Sexualberatung höre ich nach solch einer Körpererfahrung oft, Mensch das ist ja ein Ding! Ich dachte immer ich spüre mich aber wenn ich mir mal Zeit nehme merke ich da bin ich ja weit davon entfern. Ganz zu schweigen von meiner Vagina oder dem Penis und dem Beckenboden. Wer sich nicht selbst spürt sondern nur denkt er spüre sich ist nicht bei sich zuhause. Da kann dann auch nicht wirklich was lossein. Also, nochmal, Lust ist Energie im Körper, welche sich bewegen kann.

Check: Stell Dich bequem und mit weichen Knien hin. Mach einen Bodyscann, also wandere mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper.

Nim Dir ein fetziges Muskstück und schüttel den gesammten Körper zur Musik.

Danach steh wieder bequem und nimm deinen Körper nun wahr.

Gibt es einen Unterschied? Spürst Du dich deutlicher? Was bedeutet das konkret? Was spürst Du denn deutlicher? Und wie fühlt sich der Unterschied an. Ameisenkribbeln, pulsieren irgendwo? Spürst Du jetzt dein Herz schlagen? die Ausdehnung durch deinen Atem?mag Dien körper zucken, dann lass es zu, dann entlädt sich Anspannung, wunderbar. Deine Lebendigkeit. So simpel ist das gemeint.

Wenn der Körper nicht wach ist übernimmt liebenswerterweise das Kopfkino. So, und wenn nur die Frau und der Mann beide nicht spürend in ihrem Körper sind ja wer soll sich dann bitte begegnen, wie soll dann Energie fließen? Wenn Du das nächste mal Sex hast mach mal langsam und spür ob Du den Penis in Dir wahrnimmst. Noch besser ist ein Finger oder Zwei die in Deiner Vagina liegen und sich bewußt bewegen. Spürst Du ob Du auf der Oberseite berührst oder unten oder links oder rechts, der Muttermund berührt wird oder der Finger still ruht? ……….

Also, streif doch das nächste mal mit dem Ausziehen deiner Kleidung bewußt die Rollen ab mit denen du dich identifizierst, erkenne Gedanken und Phantasien als das was sie sind, Hirnfick und all das was Dich daran hindern könnte Dich dem kommenden Geschehen von dem du nicht die geringste Ahnung hast was das ganze wohl sein wird wenn Du bisherige sexuelle Wege und Strassen verläßt hinzugeben, Dich wirklich einzulassen.

Stell Dir wirklich vor das Du eine alte Haut abstreifst und damit die Rollen und Begrenzungen. Dann kannst Du mehr und mehr einfach da sein im Jetzt, im Moment und Dich einlassen auf Dich selbst und je mehr Du Dich auf Dich selbst einstimmst und einläßt wirst Du Dir deiner selbst bewußter, spürst deinen Körper und fühlst Dich von inner heraus deutlicher. Du spürst was sich schön anfühlt. Schluß mit Brainfuck! Aber was tun wenn der Kopf, der Verstand sehr dominat im Vordergrund steht und von Hingabe nicht die Rede sein kann?

Hast Du schon mal Kontaktimprovisationstanz ausprobiert? Zwei oder mehrere Menschen treten  in Kontakt, mit oder ohne Berührung und lauschen mit Ihrer Aufmerksamkeit in sich selbst, zu welchen Bewegungen, wie groß oder klein die Bewegungen auch sein mögen, inspiriert mich die Musik und wenn ich dazu meinen Tanzpartner noch mit in meine Wahrnehmung nehme, was mag wohl geschehen wenn wir einen gemeinsamen Raum, das gemeinsame Dritte daraus entstehen lassen. das ist mit jeder Begegnung anders. Dieser gemeinsame Raum fühlt sich anders an als beim letzen mal und als beim nächsten mal. Und der Tanz wird dann dementsprechend anders sein. Mal zart, mal dynamisch, mal still, mal mit viel Körperkontakt und dann wieder mit wenig Berührung. Man kann es vorher nicht sagen, nur neugierig bleiben für das was aus einer guten Verbundenheit mit sich selbst heraus sich zeigen wird. Und eine stabile Präsenz, ein guter Kontakt mit sich im eigenen Körper als Basis für die Begegnung mit der anderen Person.,

Nichts anderes ist es im Sex. Da sein, wirklich dasein, die eigenen Füße spüren, die Beine, das Becken, Genital, Rumpf, Arme etc… . Mit allen Sinnen da sein, den Moment spüren und nicht denken.

Und was hilft dabei? Atmen ist ein zentraler Schlüssel.

Dann gönn dir Zeit! Was brauchst Du damit Du Dich wohlfühlst? Damit Du in den Körper kommst? Und wenn Du mehr und mehr in den Körper kommst wird der Verstand automatisch stiller. Es geht also nicht darum den Kopf auszuschalten sondern darum in den Körper zu kommen.

Go first! Tu Dir gut, bevor Du Sex hast. Sex aus dem Mangel oder aus der Fülle der Sattheit heraus ist ein entscheidender Unterschied… .

 

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